Ihr Kind ist häufig krank?

Mag. Sabine Peters

von Mag. Sabine Peters  |  Dienstag, 07. Februar 2012

Ihr Kind ist häufig krank?

Die Zeit der Verkühlung ist auch eine Zeit des Lernens für das kindliche Immunsystem!

Ihr Kind ist häufig krank?
Die Zeit der Verkühlung ist auch eine Zeit des Lernens für das kindliche Immunsystem!
 
Säuglinge sind besonders während der Stillzeit sehr gut gegen Infektionen geschützt und eher seltener krank. Der erste vermehrte Kontakt mit anderen Kindern, z.B. im Kindergarten, bringt häufiger eine Ansteckung mit sich, bis zu 12 im Jahr können es schon sein.
Das kindliche Immunsystem fängt in dieser Zeit an, sich weiterzuentwickeln und lernt mit jedem Infekt dazu. Zu Schulbeginn sind die Kinder auch immer noch häufiger krank, dies wird jedoch im Lauf der Schulzeit weniger.
 
Die Erkrankungen betreffen meist die Atemwege und Ohren und werden in der Mehrzahl der Fälle durch Viren hervorgerufen, das zeigt sich auch in plötzlich auftretendem sehr hohem Fieber. Antibiotika wirken nicht gegen Viren uns sind daher nur bei bakteriellen Infekten sinnvoll, bei denen das Fieber eher langsam steigt und in Schüben verläuft. Bakterien können aber auch bei Viruserkrankungen noch zusätzlich auftreten. Bei der Gabe von Antibiotika ist der Schutz der wichtigen bakteriellen Darmflora durch entsprechende Mittel wichtig, wir beraten Sie dazu gern.
 
Fieber ist eine wirksame natürliche Abwehrreaktion, da es die Krankheitserreger abtötet. Nur wenn es deutlich über 38,5°C steigt, sollte es zur Schonung des Kreislaufs gesenkt werden. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind ausreichend trinkt, um den Flüssigkeitsverlust durch die erhöhte Temperatur auszugleichen. Fieber sollte immer ärztlich abgeklärt werden, besonders bei Babys und Kindern, die zu Asthma neigen. Bitte geben Sie Kindern keine Acetylsalicylsäure gegen Fieber, hier gab es Schädigungen der Leber bei Vorliegen einer Virusgrippe.
 
Ist die Nase verstopft, helfen kochsalzhaltige Nasentropfen und in hartnäckigeren Fällen auch abschwellende Mittel, die es für alle Altersklassen gibt. Auch zum Einreiben von Brust und Rücken gibt es altersentsprechende Zubereitungen, dies ist wichtig, da Babys und Kleinkinder noch sehr empfindlich z.B. auf Menthol reagieren.
 
Zum Schleimlösen bei Husten können wir Ihnen ebenfalls geeignete Mittel empfehlen, auch hier ist zur optimalen Wirkung ausreichend Flüssigkeitsgabe wichtig. Die Behandlung von Halsschmerzen sollte bei eitrigen Belägen immer durch den Arzt erfolgen, in leichteren Fällen helfen wir Ihnen mit Tee, Spray und Lutschtabletten. Gerade bei kleinen Kindern weitet sich ein Infekt der Atemwege häufig auf die Ohren aus, hier sind leichte Fälle gut mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Mitteln sowie abschwellenden Nasentropfen zu behandeln, bei einer akuten Mittelohrentzündung muss ein Arzt aufgesucht werden.
 
Neben den Maßnahmen gegen einzelne Beschwerden bei Verkühlung ist die Stärkung der Abwehrkräfte durch immunstärkende Mittel empfehlenswert, sie können den Krankheitsverlauf mildern und abkürzen und schützen vor weiteren Infekten. Fragen Sie uns gern dazu!