Keine Zeit verlieren ...
Keine Zeit verlieren bei Insektengift-Allergie!
Ein Bienen- oder Wespenstich ist immer unangenehm, neben deutlichen Schmerzen kommt es zu einer Schwellung und Juckreiz, die Beschwerden halten jedoch nur wenig länger als eine Tag lang an.
Anders als normal empfindliche Menschen können Insektengiftallergiker dramatisch auf Bienen- oder Wespenstiche reagieren. Es kommt zu wesentlich stärkeren, teilweise innerhalb Sekunden auftretenden Schwellungen im Stichbereich und auch an anderen Körperstellen, außerdem häufig Juckreiz und Rötung am ganzen Körper. Besonders gefährlich sind Schwellungen im Halsbereich, weitere Alarmzeichen sind Herzrasen, Kreislaufbeschwerden und Atemnot. Hat einmal eine allergische Reaktion, auch wenn sie mild verlaufen sein sollte, stattgefunden, kann ein weiterer Stich bis hin zum anaphylaktischen Schock, einem bedrohlichen Kreislaufversagen, führen.
Daher ist der Besuch bei einem Facharzt wichtig, der die weitere Therapie festlegt und die entsprechenden Notfallmedikamente verschreiben wird.
Bei einer bekannten Insektenstichallergie muss man im Notfall schnell handeln:
Sollte der Stachel noch in der Haut stecken, bitte entfernen, bei Bienenstichen hängt oftmals noch der Stechapparat daran und es gerät noch mehr Gift in den Körper.
Die (sinnvollerweise immer mitzuführenden) Notfallmedikamente einnehmen/injizieren, wobei die einfach anzuwendende automatische Fertigspritze die wichtigste und am besten und schnellsten wirkende Methode ist, Medikamente zum Einnehmen wirken meist schwächer und langsamer.
In jedem Fall sollte bei schwerem Verlauf sofort ein Notarzt verständigt werden, als Ersthelfer kann man schon einmal auf unmittelbare Beschwerden wie Atemnot (Maßnahme: sitzende Position), Kreislaufbeschwerden (Maßnahme: Schocklagerung mit Hochlagerung der Beine), Bewußtlosigkeit (Maßnahme: stabile Seitenlagerung) reagieren und bei Herz- und Atemstillstand Herzdruckmassage und Atemspende durchführen.
Eine vom Facharzt durchgeführte Hyposensibilisierung, die den Körper allmählich an das Insektengift gewöhnt, kann vor der übersteigerten Allergiereaktion schützen.
Weitere Maßnahmen helfen, das Stichrisiko zu reduzieren:
Vorsicht beim Essen von Fleisch, Süßigkeiten und Früchten im Freien
Abstand halten von Fallobst und Mistkübeln im Freien
Bei Gartenarbeit und Obstpflücken schützende Kleidung tragen (nicht zu weit, damit sich keine Insekten darin verfangen können), ebenso Schuhe (nicht barfuß durchs Grüne laufen)und Handschuhe
Bienen, Wespen und Hornissen werden noch bis in den Oktober hinein aktiv sein, in diesem Jahr gibt es darüber hinaus durch das warme und trockene Frühjahr besonders viele Nester.
Einige Insektenabwehrmittel wirken auch auf Wespen abschreckend, wir helfen Ihnen gern weiter und halten kühlende und lindernde Produkte für die Stichbehandlung bereit.
Eine effektive Methode ist auch die Erhitzung des frischen Stiches mit einem Spezialgerät, dadurch wird das Gift inaktiviert. Bei Fragen beraten wir Sie gern!
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